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Servietten für Restaurant, Café und Hotel ausw wählen – Vollständiger HoReCa-Kaufratgeber

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Servietten für Restaurant, Café und Hotel auswählen – Vollständiger HoReCa-Kaufratgeber

Die Wahl der Servietten für Ihren Gastronomiebetrieb ist eine Geschäftsentscheidung, die Markenwahrnehmung, Betriebsbudget und Personaleffizienz beeinflusst. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, eine informierte Entscheidung zu treffen: Er erklärt Unterschiede zwischen Stoff- und Papierservietten, verdeutlicht die Bedeutung von Grammatur und Größe und zeigt, wie Sie häufige Kauffehler vermeiden.

Dieser Artikel richtet sich an Restaurantbesitzer, Cafémanager, Hotelbetreiber und Catering-Profis, die optimale Serviettenlösungen suchen, die auf Betriebsart und Gästerwartungen zugeschnitten sind.


Serviettenmaterial: Papier vs. Stoff – Wann was verwenden

Die Wahl zwischen Papier- und Stoffservietten ist keine Prestigefrage—sondern eine Frage der wirtschaftlichen Kalkulation und des Servicemodells.

Papierservietten – Für wen geeignet?

Papierservietten eignen sich hervorragend für Betriebe mit hohem Gästevolumen, wo Servicegeschwindigkeit, Hygiene und vorhersehbare Stückkosten am wichtigsten sind.

Vorteile:

  • Keine Wäschekosten oder Logistik
  • Einmalgebrauch = vollständige Hygiene
  • Konstante Qualität (frische Serviette für jeden Gast)
  • Personalisierungsmöglichkeiten (Logodruck)
  • Geringere Einstiegskosten

Wo verwenden: Frühstückscafés, Fast-Casual-Restaurants, Food Trucks, Event-Catering

Stoffservietten – Für wen geeignet?

Stoff ist Standard in Fine-Dining-Restaurants, Boutique-Hotels und Betrieben, wo das Gästeerlebnis durch Details aufgebaut wird.

Vorteile:

  • Prestige und Eleganz
  • Personalisierung (gestickte Logos)
  • Geringere Umweltbelastung bei langfristiger Nutzung
  • Bessere Eigenschaften (Saugfähigkeit, Haptik, Falttechnik)

Wo verwenden: Fine-Dining-Restaurants, 4/5-Sterne-Hotels, exklusives Catering, Autorenküchenbet riebe

Kostenvergleich

Papier ist betrieblich 7–15× günstiger als Stoff. Beispiel: Papierservietten kosten €0,05–€0,10 pro Verwendung vs. Stoff bei ~€0,75 pro Verwendung (inkl. Wäsche). Entscheidung hängt von Marktsegment und Preisstrategie ab.


Grammatur und Lagigkeit – Was sie in der Praxis bedeuten

Grammatur (g/m²) ist Papiergewicht. Höhere Grammatur = dickere, saugfähigere, haltbarere Serviette.

Qualität nach Lagigkeit

  • 1-lagig (18–22 g/m²): Günstigst, schlechte Saugfähigkeit. Fast-Food-Bars, Food Trucks.
  • 2-lagig (28–35 g/m²): Standard in Cafés und Casual-Restaurants. Gute Saugfähigkeit.
  • 3-lagig (40–50 g/m²): Premium-Papier—weich, saugfähig, haltbar.
  • 4-lagig (55+ g/m²): Luxusoption mit Stoffhaptik.

Empfehlung: Cafés: 2-lagig 30–33 g/m² / Casual-Restaurants: 2–3-lagig 35–40 g/m² / Fine Dining: 3-lagig oder Stoff


Serviettengröße – Optimale Abmessungen wählen

Serviettengröße muss zur Präsentationsmethode und beabsichtigten Funktion passen.

Standard-Papierserviettengrößen

Größe Verwendung Typischer Ort Stück/Gast
24×24 cm Cocktail-Bars, Bar-Spender Bartheke 1–2
33×33 cm Beliebteste: Mittag, Abendessen, Casual-Restaurants, Cafés Restaurant-Tisch 1,5–2
40×40 cm Premium-Restaurants, Catering Fine-Dining-Tisch 1–1,5
50×50 cm Stoffersatz für Events, Bankette, Büffets Hochzeiten, Konferenzen 0,5–1

Praktischer Rat:

  • 24×24 cm: Perfekt für Brotkörbe, Getränke an der Bar
  • 33×33 cm: Universell – funktioniert in 80% der Fälle (Lunch, Pizza, Burger, Sandwich)
  • 40×40 cm: Für anspruchsvollere Gerichte (Paella, Meeresfrüchte, Fleisch) wo Spritzer unvermeidlich sind
  • 50×50 cm: Für Pasta, Asian-Fusion-Gerichte mit Soßen = maximale Abdeckung

Standard-Stoffserviettengrößen

Größe Verwendung Typischer Ort Rotation (Stück)
40×40 cm Hotelfrühstücke, Brunches, kleinere Tische 3-Sterne-Hotel, Bistro 150–200
50×50 cm Restaurant-Standard: Mittag, Abendessen Fine-Dining-Restaurant 200–300
60×60 cm Fine Dining, elegantes Falten (Krone, Smoking) 5-Sterne-Hotel, Gala-Catering 250–400

Rotationshinweis: Stoffservietten mus sen mindestens 2,5× Sitzplätze = rotationssicher (in Nutzung + in Wäsche + im Lager).

Anpassung an Präsentationsmethode

  • Im Brotkorb: 24×24 cm oder 33×33 cm gefaltet auf Viertel
  • Unter Besteck (links vom Teller): 33×33 cm Papier oder 40×40 cm Stoff
  • Auf Teller (dekorative Faltung): 50×50 cm Stoff oder 40×40 cm
  • Im Bar-Spender: 24×24 cm (Gast nimmt selbst)
  • Mit Besteck eingewickelt (formal): 40–50 cm Stoff

Serviettenfarbe – Psychologie und Praxis

Serviettenfarbe beeinflusst Restaurantwahrnehmung und bestimmt Anpassungsfähigkeit an Dekor.

Neutrale Farben (weiß, creme, beige, grau)

Wann verwenden: Universallösung für 90% der Betriebe.

  • Weiß: Sauberkeit, Eleganz, Klassik. Standard in Hotels und Fine-Dining-Restaurants.
  • Creme/Beige: Wärme, Gemütlichkeit. Ideal für Cafés, Bistros, skandinavische Lokale.
  • Grau: Modernität, Minimalismus. Trendig in Industrial-Lokalen und Loft-Restaurants.

Kräftige Farben (bordeaux, marine, schwarz, grün)

Wann verwenden: Betriebe mit starker visueller Identität, thematische Events.

  • Bordeaux/Marine: Eleganz, Formalität. Bankette, italienische Restaurants mit Rotwein im Menü.
  • Schwarz: Luxus, Drama. Asiatische Restaurants, Sushi-Bars, Cocktail-Bars.
  • Grün/Blau: Fische, Öko. Vegane Lokale, Bio-Cafés.

Fehler bei Farbewahl

Zu viele Farben gleichzeitig: Tisch wirkt chaotisch. ❌ Intensive Farbe + dunkles Tischtuch: Erdrückt Gast, verdunkelt Raum. ❌ Weiße Stoffservietten + Soßen-Menu: Flecken schwer zu entfernen, hoher Ausschuss.

Goldregel: Bei Unsicherheit – weiß oder beige wählen. Geringstes visuelles Risiko.


Serviettenpersonalisierung: Logodruck & Marketing

Bedruckte Servietten stärken Markenerkennbarkeit, besonders in Cafés, Bäckereien und Kettenbetrieben.

Was kann bedruckt werden?

  • Logo (beliebteste) – kleine Version (100×100 mm) oder große (gesamte Serviette)
  • Werbeslogan (z.B. "Beste Pizza in der Stadt", "Craft Coffee since 2020")
  • QR-Code (Link zu Online-Menü, Google-Bewertungen, Instagram, WhatsApp bestellen)
  • Praktische Infos: WLAN-Passwort, Öffnungszeiten, Telefonnummer, E-Mail
  • Tischnummern (für Catering, Events)
  • Kontaktdaten (Restaurants mit viel Take-Away – damit Gast leicht nachbestellt)

Drucktechniken

  • Flexodruck: Günstigst (€0,02–0,05/Stück), gut für scharfe Konturen. Mind. 10.000–50.000 Stück. Durchlauf: 2–4 Wochen.
  • Offsetdruck: Höhere Qualität, Vollfarbe (CMYK), bessere Details. Mind. 50.000+ Stück. Preis: €0,05–0,10/Stück. Durchlauf: 3–6 Wochen.
  • Digitaldruck: Kleine Auflagen (500–5.000 Stück), ideal für Tests und Einmalevents. Preis höher (€0,10–0,20/Stück), aber ohne Mindestbestellung. Zeit: 5–10 Tage.

Kosten vs. Nutzen

Variant 1: Ohne Druck

  • Papierservietten 33×33 cm: €0,15–0,25/Stück
  • Jahresausgaben (60 Plätze × 150 Gäste/Tag): ~€18.000

Variant 2: Mit Druck (Flexo, 30.000 Stück)

  • Preis Servietten: €0,03/Stück mehr = +€900 (30.000 × €0,03)
  • Druckkosten: ~€2.000 (Setup + Druck)
  • Gesamt Zusatzkosten: ~€2.900 für 30.000 Stück
  • Kosten pro Serviette: €0,10 extra
  • Jahresausgaben: ~€18.000 + €3.600 = ~€21.600 (Erhöhung ~20%)

Lohnt sich es?

JA, wenn:

  • Lokal hat starke visuelle Identität (Logo bekannt)
  • Viel Take-Away (Serviette mit Logo = Laufende Werbung)
  • Cafés/Bäckereien mit Hochfrequenz
  • Event-Catering (Hochzeiten, Konferenzen—Serviette mit Logo = Premium)
  • Branding stabil für mind. 1 Jahr (kein Rebrand geplant)

NEIN, wenn:

  • Lokal ändert Branding saisonal (Verschwendung)
  • Niedriger Verkehr (Druckkosten rentieren sich nicht)
  • Ultra-Premium-Segment (weiß ohne Druck = Eleganz > Logo)

Best Practices für Druck

  • QR-Code: In Servietten-Ecke (mind. 2×2 cm groß). Führt zu: Online-Menü, Google-Bewertungen, Bestellplattform.
  • Logo in Ecke: Elegant, nicht überwältigend (5% Serviettenfläche).
  • Minimaler Text: Max. 2 Zeilen + Logo. Zu viel = Unordnung.
  • Farben: Bei weißer/creme Serviette funktionieren dunkle Logos gut (schwarz, bordeaux). Bei farbigen Servietten Drucke vermeiden (schlecht sichtbar).

Serviettenpräsentationsmethoden—Ergonomie und Ästhetik

Präsentationsmethode beeinflusst Gästekomfort und Serviceeffizienz.

Gängigste Methoden:

  1. Im Tischspender (Bar/Café): Gast bedient sich selbst, spart Zeit, weniger Verschwendung.
  2. Unter Besteck (Casual Dining): Serviette stabilisiert Gedeck,eleganter Look.
  3. Auf Teller (Fine Dining): Dekorative Faltung (Umschlag, Fächer, Krone). Erfordert Personaltraining.
  4. Im Korb (Bistro): Servietten + Brot zusammen. Praktisch, rustikal.

Falttechniken (Stoff):

  • Flaches Quadrat: Einfachst, keine Zeit.
  • Dreieck/Rechteck: Professioneller Look, leicht vorzubereiten.
  • Umschlag mit Besteck: Hygienisch, stilvoll.
  • Dekorativ (Krone, Schwan, Rose): Beeindruckend, aber zeitaufwändig—nur Fine Dining.

Servietten vor Großbestellung testen

Vor dem Kauf von 10–50k Servietten: Produktionstest in realen Bedingungen durchführen.

Test-Checkliste (7 Schritte)

Schritt 1: Muster von 3–5 Lieferanten bestellen

  • Pro Lieferant 50–100 Stück (kostenlos oder kleine Gebühr)
  • Sicherstellen: Muster stammen aus gleicher Charge wie Großbestellung
  • Zertifikate anfordern (Grammatur, Saugfähigkeit)

Schritt 2: Während Stoßzeit testen

  • Nicht um 14 Uhr in leerem Restaurant testen
  • Testen Freitag/Samstag 12–14 Uhr (Lunch) oder 19–21 Uhr (Dinner)
  • Personal anweisen: "Benutzt diese Servietten heute, gebt Feedback"

Schritt 3: Saugfähigkeitsprüfungen

  • Test 1: Wein (2–3 Tropfen) – saugt Serviette oder verschmiert sie?
  • Test 2: Tomatensoße – hinterlässt Rückstände/zerfällt Papier?
  • Test 3: Öl/Butter – saugt oder verschmiert?
  • Test 4: Ketchup – saugt oder verwischt?

Schritt 4: Bedienergonomie

  • Leicht zu lagern (klebt nicht)?
  • Hinterlässt keine Fasern an Händen?
  • Leicht einhändig zu entfalten?
  • Hält Entfaltung ohne Reißen?

Schritt 5: Gästebeobachtung (verdeckt)

  • Testservietten in Stapeln / Spendern auslegen
  • Beobachten: Greifen Gäste nach Zweiter? (Zeichen: 1 Serviette reicht nicht)
  • 4–5 Gäste befragen: "Was denken Sie über die Servette?"

Schritt 6: Stoffeigenschaften testen (falls Stoff)

  • 10 Stück zur Wäscherei mit Ihrem Partner senden
  • Prüfen: Schrumpft die Größe? Verblasst Farbe? Weich/steif?
  • Wä schereipreis pro Stück erfragen

Schritt 7: Entscheidung

  • Unterstandardoptionen ausschließen
  • Verbleibende 2–3 für 2 Wochen testen (kontinuierliche Bestellungen)
  • Beste Kombination wählen: Qualität + Preis

Reale Betriebskosten – Vollständiger Rechner

Die echten Kosten von Servietten liegen nicht nur im Einkaufspreis. Vollständige TCO (Total Cost of Ownership) umfasst Anschaffung, Wäsche, A usschuss, Lagerung und Personalzeit.

Beispiel 1: Restaurant 60 Plätze, 150 Gäste/Tag (Papier)

Variant A: Papier 2-lagig, 33×33 cm

  • Einkaufspreis: €0,20/Stück (Großhandelsrabatt ab 50.000 Stück)

  • Verbrauch:

    • 150 Gäste/Tag × 1,5 Servietten/Gast = 225 Stück/Tag
    • 225 Stück/Tag × 30 Tage = 6.750 Stück/Monat
    • 6.750 Stück/Monat × 12 = 81.000 Stück/Jahr
  • Kosten:

    • Servietten: 81.000 × €0,20 = €16.200/Jahr
    • Lagerung (0,5 m² × €30/m²/Monat × 12): €180/Jahr (eigenes Lager)
    • Logistik (Transport): €600/Jahr (1× Monat Lieferung)
    • Gesamt: ~€16.980/Jahr oder ~€1.415/Monat

Variant B: Papier 3-lagig Premium, 40×40 cm

  • Einkaufspreis: €0,32/Stück (höhere Qualität)
  • Verbrauch: 150 Gäste × 1,2 Servietten (saugfähiger) = 180 Stück/Tag
    • 180 × 30 × 12 = 64.800 Stück/Jahr
  • Servietten-Kosten: 64.800 × €0,32 = €20.736/Jahr
  • Zusatzkosten: ~€780/Jahr (wie oben)
  • Gesamt: ~€21.516/Jahr oder ~€1.793/Monat

Differenz: +€4.536/Jahr für bessere Qualität (26,7% Erhöhung). Frage: Verbessert das Gästebewertung? Casual-Segment: minimal. Fine-Dining: ja.


Beispiel 2: Restaurant 60 Plätze, 150 Gäste/Tag (Stoff)

Variant: Stoffservietten 50×50 cm, Rotation 250 Stück

  • Einkaufspreis: €12/Stück × 250 Stück = €3.000 (einmalig)

  • Verbrauch: 150 Gäste × 1 Serviette/Gast = 150 Stück/Tag

    • 150 Stück/Tag × 30 Tage = 4.500 Wäschen/Monat
    • 4.500 × 12 = 54.000 Wäschen/Jahr
  • Wäschekosten: €1,80/Stück/Wäsche × 54.000 = €97.200/Jahr 💸

  • Ausschuss (Ersatz abgenutzter):

    • ~10% jährlich (25 Stück) × €12 = €300/Jahr
  • Logistik (Transport zu/von Wäscherei):

    • 2 Transporte/Monat × €100 = €2.400/Jahr
  • Gesamt Jahreskosten:

    • Erstkauf: €3.000 (nur Jahr 1)
    • Wäsche + Logistik + Ausschuss: 97.200 + 2.400 + 300 = €99.900/Jahr
    • Gesamtjahr 1: ~€102.900 | Oder ~€8.575/Monat
    • Jahre 2+: ~€99.900/Jahr | ~€8.325/Monat

Vergleich Papier vs. Stoff:

  • Papier (40×40 cm Premium): €21.516/Jahr
  • Stoff (50×50 cm): €102.900/Jahr (Jahr 1) / €99.900/Jahr (Jahre 2+)
  • Differenz: Stoff ist 4,6–4,8× teurer

⚠️ Aber Stoff baut Premium-Image auf. Strategische Entscheidung, nicht nur finanziell.


|---|---|---| | Einkaufspreis pro Einheit | €0,05 | €5,00 (Anschaffung) | | Nutzungen pro Jahr (Papier) / Lebensdauer (Stoff) | 73.000 | 200 Wäschen = 2 Jahre | | Jährliche Anschaffung | €3.650 | €1.000/Jahr (240 Stück ÷ 2) | | Wäscherei (€0,60/Stück × 73.000) | — | €43.800/Jahr | | Ausschuss/Flecken (5%) | €180 | €2.190/Jahr | | Lagerung (Platz, Verwaltung) | €200/Jahr | €800/Jahr | | Zeitaufwand Personal | 20 Min/Woche | 2 Std/Woche (Sortieren, Kontrolle) | | Personalkosten (€15/h) | €260/Jahr | €1.560/Jahr | | GESAMTKOSTEN/JAHR | €4.290 | €49.350 | | Kosten pro Gast | €0,06 | €0,68 |

Fazit: Stoffservietten kosten in diesem Modell 11,5× mehr als Papierservietten. Die Entscheidung ist strategisch: Fine-Dining-Restaurants rechtfertigen Stoff durch höhere Menüpreise und Gästewartungen; Casual-Restaurants optimieren Marge durch Papier.

Wann lohnt sich trotzdem Stoff?

Stoff ist gerechtfertigt, wenn:

  1. Menüpreis ≥ €35/Hauptgang: Gäste erwarten Premium-Service
  2. Gewinnmarge ≥ 60%: Restaurant absorbiert zusätzliche €0,62/Gast
  3. Marke auf Luxussegment positioniert: Stoff Teil der Gesamterfahrung

Häufige Fehler

Fehler 1: Günstigste ohne Test kaufen

Lösung: Immer Muster testen

Fehler 2: Falsche Größe für Präsentation

Lösung: Größe an Funktion anpassen

Fehler 3: Zu viel Lager ohne FIFO

Lösung: Max._3-Monats-Vorrat bestellen

Fehler 4: Weißer Stoff bei Soßen-lastigem Menü

Lösung: Dunklere Farben wählen oder Papier verwenden

Fehler 5: Kein SLA mit Wäscherei

Lösung: Garantierte Lieferfrist-Vertrag abschließen


Wo Servietten kaufen – Deutsche HoReCa-Lieferanten

Großhändler (Best für Casual-Betriebe)

Metro C&C – Größter HoReCa-Großhändler in Deutschland

  • Sortiment: Duni, Tork, Eigenmarke Aro
  • Preise: 2-lagig ab €0,04/Stück (1.000er-Packung)
  • Vorteil: Sofortige Verfügbarkeit, Cash & Carry

Selgros – Zweiter großer Selbstbedienungsgroßhändler

  • Marken: Duni, Fasana
  • Preise: Vergleichbar Metro, häufig regionale Promotions
  • Vorteil: Kundenkarte mit monatlichen Rabatten

Transgourmet (ehem. Gourmetgarten) – Lieferservice-fokussiert

  • Spezialität: Personalisierte Servietten (Logodruck ab 10.000 Stück)
  • Liefermindestbestellung: €150
  • Vorteil: Anlieferung direkt an Betrieb

Direkthersteller (Best für Kettenbet riebe)

Duni Group – Schwedischer Marktführer europaweit

  • Spezialisierung: Premium-Papier, Design-Kollektionen
  • Mindestbestellung: 50.000 Stück
  • Vorteil: Personalisierung, Farbabstimmung mit Corporate Identity

Fasana Professional – Deutsche Premiummarke

  • Sortiment: Nachhaltig zertifiziert (FSC, EU Ecolabel)
  • Mindestmenge: 50.000–100.000 Stück
  • Vorteil: Kurze Lieferzeiten innerhalb Deutschlands

B2B-Online-Plattformen

Gastro-Hero.de, Maxvac.de, Gastroheld.de

  • Vorteil: Vergleich von Dutzenden Marken, kleine Testmengen, schnelle Lieferung
  • Nachteil: Preise 10–20% höher als Großhändler

FAQ – Häufige Fragen

Wie viele Servietten brauche ich pro Sitzplatz?

Papier: 1–2 pro Gast Stoff: 2,5–3 pro Sitzplatz (Rotation: im Einsatz + Wäsche + Lager)

Beispiel: 50-Plätze-Restaurant → 125–150 Stoffservietten in voller Rotation

Kann ich Papier und Stoff in einem Betrieb mischen?

Ja—Stoff im Hauptsaal, Papier auf Terrasse/Mittag/Bar. Kontrolliert Kosten ohne Qualitätseinbußen.

Wie Servietten lagern, um Vergilbung zu vermeiden?

Trocken, belüftet, lichtgeschützt, in geschlossenen Kartons, FIFO-Prinzip anwenden.

Wie oft Stoffservietten austauschen?

Durchschnittliche Lebensdauer: 150–200 Wäschen (2–3 Jahre). Früher austauschen bei hartnäckigen Flecken, verhärtetem Stoff, verblasst Farbe oder Löchern.

Sind Öko-Papierservietten teuer?

Ja, 20–40% teurer. Aber Millennials und Gen Z schätzen Öko-Ansatz—Marketingargument für höhere Menüpreise.

Wo Restaurantservietten Großhandel kaufen?

HoReCa-Großhändler (Metro, Selgros), Branchenverteiler, direkt von Herstellern (50k+ Stück), B2B-Plattformen.

Wie bei Großbestellungen Preis verhandeln?

Nach Mengenrabatten fragen, kostenlose Muster anfordern, mehrere Lieferanten vergleichen, Langzeitverträge abschließen.


Zusammenfassung: Wie Sie über Servietten entscheiden

Serviettenauswahl balanciert Budget, Image und Funktionalität. Keine Universallösung—bewusste Anpassung an Geschäftsmodell ist entscheidend.

Entscheidung in 3 Schritten

  1. Segment und Budget definieren

    • Premium-Betrieb → Stoff (in Image investieren)
    • Casual/Fast-Casual → 2–3-lagig Papier
    • Bar/Food Truck → 1–2-lagig Papier
  2. Minimum 3 Optionen unter realen Bedingungen testen

    • Muster bestellen, während Stoßzeit testen
  3. Reale 12-Monats-Betriebskosten berechnen

    • Einbeziehen: Einkauf, Wäsche, Logistik, Ausschuss, Lagerung

Merken Sie: Serviette ist nicht nur Kosten—sie ist Element des Gästeerlebnisses. Richtig gewählt stärkt sie Image; falsch gewählt senkt sie Wertwahrnehmung der gesamten Mahlzeit.


FAQ

Wie viele Servietten pro Gast?

Papier: 1–2 pro Gast. Stoff: 2,5–3 pro Sitzplatz (Rotation: im Einsatz + Wäsche + Lager).

Welche Grammatur für Casual-Restaurants?

2–3-lagig (30–40 g/m²) balanciert Kosten und Saugfähigkeit optimal.

Wie Servietten vor Großbestellung testen?

Muster (50–100 Stück von 3 Lieferanten) bestellen, während Stoßzeit testen, Absorption prüfen.

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Über den Autor

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ABC HoReCa Team

HoReCa-Branchenspezialisten

Ein Team von Experten mit langjähriger Erfahrung in der Gastronomie- und Hotelbranche. Wir helfen Restaur ant-, Hotel- und Cafébesitzern bei der Kostenoptimierung, Produktauswahl und Implementierung effizienzsteigernder Lösungen.

Spezialisierung:

  • Beratung für Gastronomiebetriebe
  • Optimierung der Betriebskosten
  • Auswahl von Einwegprodukten und Ausstattung
  • Unterstützung bei Großeinkäufen

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